Zahnen beim Welpen: Wann es beginnt und was beim Zahnwechsel hilft

Zahnen beim Welpen

Das Zahnen beim Welpen ist für viele Halter eine aufregende, aber auch anstrengende Zeit. Es stellt eines der ersten Probleme für frischgebackene Besitzer dar. Plötzlich kaut der junge Hund alles an, wirkt unruhig oder frisst schlechter und schnell kommen Unsicherheiten auf.

Doch die Sorge ist oft unbegründet, denn der Zahnwechsel gehört zu den natürlichsten Entwicklungen eines Welpens überhaupt. In diesem Artikel erfährst du alles Wichtige rund um das Zahnen, dem typischen Ablauf, Dauer und was du tun kannst, um deinem neuen Vierbeiner diese Phase zu erleichtern.

Ab wann beginnt das Zahnen beim Welpen?

Das Zahnen beim Welpen beginnt meist zwischen der 12. und 16. Woche. Erste Anzeichen wie Kauen, Sabbern und empfindliches Zahnfleisch deuten bereits auf den bevorstehenden Zahnwechsel hin.

Doch auch andere Symptome sind typisch. Sie treten häufig sogar gleichzeitig auf. Bevor der Zahnwechsel beim Welpen beginnt, zeigen sich Symptome im Verhalten oder im Maulbereich wie:

Im 4. bis 5. Lebensmonat beginnen die Milchzähne auszufallen, um den bleibenden Zähnen Platz zu machen. Die Welpen haben 28 Milchzähne, die nach und nach durch die 42 bleibenden Zähne abgelöst werden. Die Schneidezähne sind meist die ersten, die ausfallen. Der letzte ausfallende Backenzahn kommt erst viel später. In dem gesamten Zeitraum zeigen sich Symptome in unterschiedlicher Ausprägung.

Wie lange dauert der Zahnwechsel beim Welpen?

Welpe hat Zahnwechsel und lockeren Zahn

In der tierärztlichen Praxis wird der Zahnwechsel als altersabhängiger Prozess beschrieben, der sich über mehrere Wochen bis gar wenige Monate erstrecken kann. Wie lange diese Phase genau dauert, ist individuell verschieden und hängt unter anderem von der Rasse und dem Entwicklungstempo des Welpen ab. In der Regel verläuft der Zahnwechsel bei kleineren Hunderassen etwas schneller als bei größeren.

Während des Zahnens ist es besonders wichtig, deinem Welpen Aufmerksamkeit und Unterstützung zu geben. Geeignetes Kauspielzeug kann helfen, den Juckreiz im Zahnfleisch zu lindern und das Lösen der ausfallenden Zähne zu erleichtern. Auch eine ausgewogene Ernährung, idealerweise mit speziellem Welpenfutter, unterstützt eine gesunde Zahnentwicklung.

Beim jungen Hund ist der Zahnwechsel meist abgeschlossen, wenn er etwa sechs bis sieben Monate alt ist. Zu diesem Zeitpunkt sollten alle Milchzähne ausgefallen und durch die bleibenden Zähne ersetzt worden sein. Kontrolliere regelmäßig das Gebiss deines Welpen, um sicherzustellen, dass der Zahnwechsel reibungslos verläuft. Siehst du 42 festsitzende Zähne, deutet vieles auf einen abgeschlossenen Ablauf hin. Sitzen noch weitere Milchzähne fest oder Zähne sind teilweise abgebrochen, ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll, um eventuelle Komplikationen zu vermeiden und die Zahngesundheit zu gewährleisten.

Was passiert beim Zahnwechsel im Maul?

Der Zahnwechsel beim Welpen ist ein natürlicher Entwicklungsprozess. Dabei werden die 28 Milchzähne nach und nach durch die 42 bleibenden Zähne ersetzt. Die Milchzähne brechen sehr früh durch und sind oft spitz und scharf. Sie helfen, erste feste Nahrung zu reißen und aufzunehmen, bevor die bleibenden Zähne vollständig ausgebildet sind.

Wenn der Zahnwechsel beginnt, baut der Körper die Wurzeln der Milchzähne langsam ab. Dadurch lockern sie sich und fallen schließlich aus. Gleichzeitig schieben sich die bleibenden Zähne nach und nehmen ihren Platz ein. Dieser Vorgang kann für den Vierbeiner mit Zahnschmerzen oder Unbehagen verbunden sein.

Häufig sind zuerst die Schneidezähne im Unterkiefer betroffen, gefolgt von Eckzähnen und den vorderen Backenzähnen. Manche Welpen verschlucken die ausgefallenen Zähne. Das ist aber normalerweise unbedenklich.

Was hilft Welpen beim Zahnen?

Während des Zahnwechsels kannst du deinem Welpen gezielt helfen, mit dem Unbehagen besser umzugehen. Oft reichen schon einfache Anpassungen im Alltag, um diese Phase spürbar zu erleichtern.

In der Praxis haben sich vor allem vier Maßnahmen als hilfreich erwiesen:

  • geeignete Kauartikel wie Spielzeug oder Kausnacks wie Karotten
  • Kühlung gegen die Beschwerden
  • auf Nassfutter umstellen oder Trockenfutter einweichen
  • sanfte Pflege von Zähnen, Gebiss und Maul

Die richtige Zahnpflege und geeignete Kaugegenstände begleiten deinen Welpen über die gesamte Dauer des Zahnens. Maßnahmen wie das Einweichen von Trockenfutter oder die Kühlung des Mauls durch gefrorenen Stofftiere können dagegen oft schnell spürbare Erleichterung bringen.

Kauspielzeuge zur Erleichterung

In der Phase des Zahnwechsels haben Vierbeiner ein erhöhtes Kaubedürfnis. Deswegen beißen sie in dieser Phase auch gerne in Schuhe, Möbel oder die Leine. Kauspielzeuge sind eine gute Möglichkeit, um den Juckreiz im Zahnfleisch zu lindern und den Welpen beim Zahnen zu unterstützen.

Dass verstärktes Kauen in dieser Phase normal ist und gezielt in sichere Bahnen gelenkt werden sollte, wird auch in tierärztlichen Fachartikeln beschrieben. VCA Animal Hospitals erläutert, warum Welpen während des Zahnens besonders viel kauen und worauf Halter dabei achten sollten.

Wichtig ist, robuste Spielzeuge zu wählen, die nicht splittern oder verschluckt werden können. Harte Gegenstände wie Knochen solltest du vermeiden, da sie die bleibenden Zähne beschädigen können. Geeignet sind weiche Kauspielzeuge oder Produkte aus Naturkautschuk, die das Zahnfleisch massieren und das Lockern des Milchgebisses unterstützen.

Auch andere Kauartikel können helfen, sollten aber nicht zu hart sein und keine schädlichen Inhaltsstoffe enthalten.

Zahnpflege und regelmäßige Kontrollen

Bereits im frühen Welpenalter ist die Zahnpflege zu empfehlen. Mit dem Zahnen wird sie für den Welpen besonders wichtig. Obwohl das Zahnfleisch empfindlich sein kann und die Pflege ungewohnt ist, solltest du versuchen, die Zähne deines Welpen regelmäßig zu putzen, denn diese bleiben für immer. Verwende dafür eine weiche Zahnbürste und spezielle Welpenzahnpasta.

Dabei kannst du kontrollieren, ob das Zahnen zu Problemen führt. Regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt können zusätzlich helfen, den Zahnwechsel sicher zu begleiten. Der Tierarzt prüft, ob alle Milchzähne rechtzeitig ausfallen und die bleibenden Zähne korrekt nachwachsen. Zusätzlich kann der Tierarzt wertvolle Tipps zur Zahnpflege und zu geeigneten Kauspielzeugen geben.

Fallen erste Zähne nicht von selbst aus oder treten Entzündungen im Maul auf, kann ebenfalls eine Behandlung notwendig sein. Auch abgebrochene Zähne sollten mit dem Tierarzt abgeklärt werden, um Fehlstellungen und spätere Folgeschäden zu vermeiden.

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