Was dürfen Hunde trinken außer Wasser

Die Flüssigkeitsaufnahme ist für die Gesundheit von Hunden genauso wichtig wie für uns Menschen. Beobachtungen zufolge sind Hundehalter aber nicht nur beim Futter, sondern auch bei der Wahl geeigneter Getränke oft unsicher. Gerade wenn der Vierbeiner etwas anderes als Wasser möchte, fragen sich viele schnell, was er gerne trinkt und was überhaupt okay ist.

Für die Praxis gibt es einige Möglichkeiten. Manche Erfrischungen sind komplett unbedenklich, andere nur in kleinen Mengen. Außerdem ist es wichtig zu wissen, welche Getränkeinhalte für Hunde eher ungeeignet sind. Dieser Artikel zeigt dir, was erlaubt ist, was nur eingeschränkt infrage kommt und was du besser vermeiden solltest.

Was dürfen Hunde trinken außer Wasser?

Neben Wasser sind für Hunde nur wenige Getränke wirklich sinnvoll. Manche sind in kleinen Mengen okay, viele andere eher unnötig oder ungeeignet.

Wasser bleibt nahezu immer die beste und wichtigste Wahl. Andere Flüssigkeiten können aber in geringen Maßen als Ausnahme infrage kommen. Solche Getränke sollten nie zum Standard werden.

Entscheidend ist vor allem, ob das Getränk gut verträglich ist, keine problematischen Zusätze enthält und den Magen deines Hundes nicht belastet. Die verträgliche Menge hängt auch von Alter, Größe und davon ab, ob dein Hund sonst genug Flüssigkeit aufnehmen kann.

Die folgende Tabelle zeigt dir auf einen Blick, welches Trinken eher geeignet ist, was nur eingeschränkt geeignet ist und was du besser meiden solltest.

GetränkFür Hunde geeignet?KurzbewertungWorauf du achten solltest
MineralwasserJastilles Wasser ist die beste Wahlsollte immer frei verfügbar sein
SprudelwasserNur eingeschränktKohlensäure ist unnötigkann unangenehm im Magen sein
BrüheIn kleinen Mengenkann schmackhaft seinnur ungesalzen und ohne Gewürze
MilchNur eingeschränktoft wegen Laktose schlecht verträglichkann Blähungen, Durchfall oder Erbrechen auslösen
laktosefreie MilchIn kleinen Mengenmeist besser verträglich als normale Milchnur wenig als Ergänzung und nicht als Standard
ButtermilchIn kleinen Mengenmanchmal besser verträglich als normale Milchnur wenig als Ergänzung und nicht als Standard
KefirIn kleinen Mengenindividuell verträglichlangsam testen und nur kleine Mengen geben
KamillenteeIn kleinen Mengenkann mild und beruhigend seinnur ungesüßt, schwach und abgekühlt anbieten
FenchelteeIn kleinen Mengenkann mild und beruhigend seinnur ungesüßt, schwach und abgekühlt anbieten
Tee allgemeinNur eingeschränktnicht jede Sorte ist geeignetnur koffeinfreie Kräutertees kommen infrage
HafermilchNur eingeschränktkein echter Vorteiloft mit Zucker oder Aromen versetzt
MandelmilchNur eingeschränktkein echter Vorteiloft mit Zucker oder Aromen versetzt
KokoswasserIn kleinen Mengennatürlicher Elektrolyt-Lieferant, kein Wasserersatznur wenig und ungesüßt, nur als Ergänzung und nicht als Standard
OrangensaftNein, höchstens stark verdünntzu sauer und zuckerreichkann den Magen reizen
BierNeinungeeignet und gefährlichAlkohol ist tabu

Wenn du unsicher bist, ob dein Hund außer Wasser noch etwas anderes trinken darf, hilft dir diese Übersicht. Doch sie ersetzt keine individuelle Einschätzung, wie du sie von einem Tierarzt bekommst. Sie zeigt dir aber schnell, was meist okay ist und was eher nicht. Nicht alles, was Hunde trinken dürfen, ist auch automatisch sinnvoll. Und nicht jedes Getränk bietet deinem Tier einen echten Vorteil oder erzielt eine positive Wirkung.

Welche Getränke für Hunde in kleinen Mengen okay sein können

Was können Hunde in kleinen Mengen trinken

Einige Getränke sind in kleinen Mengen für gesunde Hunde unbedenklich. Dazu zählen vor allem Brühe, Kokoswasser und bestimmte Teesorten.

Als Wasserersatz kommen für Hunde nur wenige Flüssigkeiten überhaupt infrage. Am ehesten gilt das noch für ungesalzene Brühe, Kokoswasser oder milde, ungesüßte Kräutertees. Solche Getränke können in Maßen manchmal sinnvoll sein, wenn es die Situation hergibt. Kamillentee kann zum Beispiel im Einzelfall eine Option sein, wenn dein Hund zu wenig trinken möchte. Fencheltee ist bei Bauchschmerzen eine Alternative. Kokoswasser ist reich an natürlichen Elektrolyten und kann an heißen Tagen manchmal als Ergänzung infrage kommen. Brühe wiederum kann für kränkliche Hunde interessant sein, wenn sie etwas schmackhafter trinken sollen.

Milch ist dagegen eher eine Ausnahme, weil viele Hunde Laktose nicht gut vertragen. Hintergrund ist, dass oft nicht genug von dem Enzym Laktase vorhanden ist, das für die Verdauung wichtig ist. Zwar enthält Milch einige Nährstoffe, in der Praxis ist sie für viele aber trotzdem nicht die beste Wahl.

Laktosefreie Milch, Buttermilch oder Kefir können im Einzelfall etwas besser verträglich sein, sind aber trotzdem keine sinnvolle Standardlösung. Nach dem Welpenalter sind Milchprodukte in der Regel nicht notwendig. Entscheidend bleibt immer, wie empfindlich dein Hund reagiert und ob er das Getränk überhaupt gut verträgt.

Mehr als geringe Mengen sollten es grundsätzlich nicht sein. Ein gesunder Vierbeiner braucht auch nicht zwingend eine Alternative zu Wasser. Die Alternativen können Wasser nicht ersetzen, sondern höchstens gelegentlich eine Ergänzung sein. Wenn du unsicher bist, ist weniger fast immer die bessere Wahl. Das gilt besonders für Welpen, kleine Hunderassen und Tiere mit empfindlichem Magen.

Welche Getränke Hunde besser nicht trinken sollten

Viele Getränke aus unserem Alltag sind für Hunde keine gute Idee. Ganz klar tabu sind Alkohol, Kaffee oder Tee mit Koffein, Softdrinks, Energy-Drinks und unverdünnte Säfte. Diese können schon in kleinen Mengen problematisch sein und Kreislauf, Nervensystem oder Magen belasten.

Für Hunde ungeeignet sind:

  • alkoholhaltige Getränke
  • koffeinhaltige Getränke
  • stark gesüßte Getränke
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • gewürzte Getränke
  • saure Säfte
  • Pfützenwasser

Fruchtsäfte sind häufig zu sauer für den Magen. Wenn überhaupt, kommen sie höchstens stark verdünnt infrage. In der Praxis ergeben sie aber meist keinen sinnvollen Nutzen. Obst liefert zwar Vitamine, ist als Getränk aber nicht notwendig. Stattdessen können Säfte den Magen reizen und je nach Sorte Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall auslösen.

Normale Kuhmilch ist noch einmal ein eigener Fall. Sie ist nicht automatisch giftig, wird aber von vielen Tieren wegen der Laktose schlecht vertragen. Manche Hunde kommen mit geringen Mengen zurecht, bei anderen führt Milch eher zu Problemen wie Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall.

Grundsätzlich gilt, je stärker verarbeitet, gesüßt, gewürzt oder an Menschen angepasst ein Getränk ist, desto ungeeigneter ist es meist auch für Hunde. Wasser bleibt fast immer die sicherste Wahl.

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